2 Themen Zuletzt aktualisiert: August 2026

Haus und Garten im Winter

Warm halten, ohne Schimmel zu züchten

Im Winter arbeitet das Haus gegen dich: Innen ist es warm und feucht, außen kalt und trocken. Genau an dieser Grenze entstehen nasse Fensterscheiben – und daraus im schlechtesten Fall Schimmel.

Worum es hier geht

Kondenswasser am Fenster ist kein Schaden am Fenster, sondern ein Feuchtigkeitsproblem im Raum. Warme Luft nimmt mehr Wasser auf als kalte; trifft sie auf die kalte Scheibe, kühlt sie ab und gibt die Feuchtigkeit als Tropfen ab.

Die Lösung ist deshalb nie das Fenster selbst, sondern der Umgang mit der Luft dahinter – und der hat, wie so oft im Winter, eine Technik, die funktioniert, und mehrere, die es nur gut meinen.

Stoßlüften schlägt gekipptes Fenster

Ein dauerhaft gekipptes Fenster tauscht kaum Luft aus, kühlt dafür aber die Wand rund um die Leibung dauerhaft ab – ausgerechnet dort entsteht dann Schimmel. Der Energieverlust ist gleichzeitig höher als bei richtigem Lüften.

Wirksam ist Stoßlüften: Fenster ganz auf, wenn möglich mit Durchzug, für rund fünf Minuten im Winter. Die Luft tauscht komplett aus, die Wände bleiben aber warm – und genau die Wandtemperatur entscheidet darüber, ob sich Feuchtigkeit niederschlägt.